Arbeiten auf mehreren A8-Abschnitten im Berner Oberland

Der Schwerpunkt des Bauprogramms «Tunnelsicherheit Berner Oberland» liegt auf dem Autobahnabschnitt Interlaken-Ost – Brienz der A8. Im Rahmen eines umfassenden Erhaltungsprojekts werden auf dieser Strecke ab 2021 die Tunnels saniert und ausgebaut. Aber auch auf anderen Abschnitten wurden Arbeitenausgeführt oder sind noch geplant.

Bau des Sicherheitsstollens beim Giessbachtunnel

In einer ersten Phase wurden die drei Autobahntunnels auf der linken Seite des Brienzersees zwischen 2014 und 2018 mit zusätzlichen Stollen ausgestattet. Beim 3,3 km langen Giessbachtunnel und beim 1,3 km langen Chüebalmtunnel wurde parallel zur Hauptröhre ein Sicherheitsstollen gebaut. Der mit 0,9 km Länge vergleichsweise kurze Sengg-Tunnel wurde mit einem quer von der Tunnelmitte abgehenden Fluchtstollen versehen.

Das eigentliche Erhaltungsprojekt wird anschliessend ab 2021 umgesetzt (Vorarbeiten abseits der Strasse bereits ab 2020). Einer der Projektschwerpunkte liegt beim Giessbachtunnel, dem längsten Autobahntunnel im Berner Oberland. Die bestehende Tunnellüftung muss den heutigen Normen entsprechend verstärkt werden. Weitere Massnahmen betreffen die Sanierung von Brücken und anderen Kunstbauten sowie der Fahrbahn.

Die Arbeiten am Erhaltungsprojekt A8 Interlaken-Ost – Brienz sind mit grossem Aufwand verbunden. Das Bauprogramm ist so gestaltet, dass die Auswirkungen auf den regulären Verkehr möglichst gering sind. Gebaut wird vor allem nachts.

Das Bauprogramm «Tunnelsicherheit Berner Oberland» umfasst neben dem Autobahnabschnitt am Brienzersee weitere Elemente. So wurde der Simmenfluhtunnel der A6 mit einem Fluchtstollen ausgestattet; diese Arbeiten sind bereits abgeschlossen. Auch bei den Tunnels der A8 in Leissigen und Brienzwiler (Soliwaldtunnel) werden derzeit Rettungsstollen gebaut. Die beiden Bauvorhaben werden bis 2022 bzw. bis 2020 abgeschlossen. Zusätzlich zu den Stollen wurden verschiedene Massnahmen an der Lütschinenunterführung und am Rugentunnel umgesetzt.