Arbeiten auf mehreren A8-Abschnitten im Berner Oberland

Der Schwerpunkt des Bauprogramms «Tunnelsicherheit Berner Oberland» liegt auf dem Autobahnabschnitt Interlaken-Ost – Brienz der A8. Im Rahmen eines umfassenden Erhaltungsprojekts werden auf dieser Strecke gezielt Tunnels saniert und ausgebaut. Aber auch auf anderen Abschnitten sind Arbeiten geplant.

Bau des Sicherheitsstollens beim Giessbachtunnel

In einer ersten Phase wurden die drei Autobahntunnels auf der linken Seite des Brienzersees zwischen 2014 und 2018 mit zusätzlichen Stollen ausgestattet. Beim 3,3 km langen Giessbachtunnel und beim 1,3 km langen Chüebalmtunnel wurde parallel zur Hauptröhre ein Sicherheitsstollen gebaut. Der mit 0,9 km Länge vergleichsweise kurze Sengg-Tunnel wurde mit einem quer von der Tunnelmitte abgehenden Fluchtstollen versehen. Diese Arbeiten sind bereits abgeschlossen.

Das eigentliche Erhaltungsprojekt wird anschliessend ab ca. 2020 umgesetzt. Einer der Projektschwerpunkte liegt beim Giessbachtunnel, dem längsten Autobahntunnel im Berner Oberland. Die bestehende Tunnellüftung muss den heutigen Normen entsprechend verstärkt werden. Weitere Massnahmen betreffen die Sanierung von Brücken und anderen Kunstbauten sowie der Fahrbahn.

Die Arbeiten am Erhaltungsprojekt A8 Interlaken-Ost – Brienz sind mit grossem Aufwand verbunden. Das Bauprogramm ist so gestaltet, dass die Auswirkungen auf den regulären Verkehr möglichst gering sind. Gebaut wird vor allem nachts.

Das Bauprogramm «Tunnelsicherheit Berner Oberland» umfasst neben dem Autobahnabschnitt am Brienzersee weitere Elemente. Mit Rettungsstollen ausgestattet werden auch die Tunnels der A8 in Leissigen und Brienzwiler (Soliwaldtunnel) sowie der Simmenfluhtunnel der A6. Ausser im Leissigentunnel und dem Soliwaldtunnel konnten bereits alle Rettungsstollen realisiert werden. Der Sicherheitsstollen beim Leissigentunnel befindet sich aktuell im Bau, der Bau im Soliwaldtunnel wird ab 2019 in Angriff genommen. Zusätzlich zu den Stollen wurden bereits verschiedene Massnahmen an der Lütschinenunterführung und am Rugentunnel umgesetzt.