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Tunnelsicherheit

Mehr Schutz dank zusätzlichen Stollen

Die Nationalstrassentunnels im Berner Oberland werden auf den neusten Stand der Sicherheitstechnik gebracht. Den Schwerpunkt bildet dabei der Bau von zusätzlichen Rettungsstollen.

Seit 2004 gelten in der Schweiz verschärfte Bestimmungen zu den Sicherheitseinrichtungen in Tunnels. Auslöser waren mehrere schwere Brandunfälle in Autobahntunnels (Mont-Blanc, Tauern, Gotthard) um die Jahrtausendwende. Neue Tunnels werden seither nach den strengeren Normen gebaut, die bestehenden Tunnels werden sukzessive nachgerüstet.

Bei den Tunnels im Berner Oberland wurden in einem ersten Schritt die Signalisation und die Leiteinrichtungen angepasst. In der zweiten Phase folgen bauliche Veränderungen. Dabei geht es insbesondere um den Bau von Rettungsstollen. Diese dienen im Ereignisfall als Fluchtmöglichkeit für die Personen im Tunnel.

Es gibt zwei Arten von Rettungsstollen. Sicherheitsstollen werden parallel zur Hauptröhre gebaut und mit dieser in regelmässigen Abständen durch Notausgänge verbunden. Fluchtstollen führen von der Tunnelmitte quer ins Freie. Sämtliche einröhrigen Tunnelstrecken im Berner Oberland werden in den kommenden Jahren mit Rettungsstollen ausgestattet, die längeren mit Sicherheitsstollen, die kürzeren mit Fluchtstollen.

Auch im Rugentunnel, der über zwei Röhren verfügt, wird die Tunnelsicherheit weiter verbessert. Unter anderem werden auf beiden Seiten zwischen den Tunnelportalen Wände gebaut, die verhindern, dass im Brandfall Rauch von einer Tunnelröhre in die andere gelangt.