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Fragen und Antworten

Die Antworten auf häufig gestellte Fragen

Bis wann dauern die Bauarbeiten?

Die Arbeiten erfolgen gestaffelt. Die Rettungsstollen für die Tunnels zwischen Interlaken und Brienz werden voraussichtlich Anfang 2017 fertiggestellt. Gleich anschliessend beginnen auf dem Abschnitt Interlaken-Ost – Brienz die Bauarbeiten für das Erhaltungsprojekt. Dieses wird gemäss heutiger Planung im Jahr 2021 abgeschlossen. Eine Zusammenlegung des Erhaltungsprojekts und der Errichtung der Sicherheitsstollen ist aus logistischen Gründen nicht möglich. Die Arbeiten am Fluchtstollen des Simmenfluhtunnels werden bis 2016 dauern, beim Leissigentunnel und beim Soliwaldtunnel werden die Arbeiten vermutlich erst nach 2017 beendet. Eine genauere Prognose ist bei diesen beiden Tunnels noch nicht möglich, weil die Plangenehmigungsverfahren noch nicht abgeschlossen sind.

Welche Verkehrsbehinderungen sind während der Bauarbeiten zu erwarten?

Beim Bau der Rettungsstollen sind die Beeinträchtigungen minim. Einzig für die Einrichtung der Querverbindungen zwischen Hauptröhre und Stollen muss die jeweils betroffene Strecke während einzelnen Nächten gesperrt werden.

Während der Arbeiten im Rahmen des Erhaltungsprojekts Interlaken-Ost – Brienz ab ca. 2017 wird der betroffene Autobahnabschnitt tagsüber durchgehend befahrbar sein (im Bereich der Baustellen allerdings nur mit reduzierter Geschwindigkeit). Jeweils nachts (20 Uhr bis 6 Uhr) wird die Strecke jedoch gesperrt sein; in dieser Zeit wird der Verkehr über die Kantonsstrasse auf der rechten Seite des Brienzersees umgeleitet werden.

Um wie viel verlängert sich die Fahrzeit?

Zwischen Interlaken-Ost und Brienz ist aufgrund der Temporeduktion im Bereich der Baustellen (60 km/h) mit einer etwa 2 Minuten höheren Durchfahrtszeit zu rechnen. Bei nächtlichen Sperrungen dieses Abschnitts und Verlegung des Verkehrs auf die Kantonsstrasse verlängert sich die Fahrzeit Interlaken-Brienz um rund 15 bis 20 Minuten. Auf den übrigen Abschnitten (Leissigentunnel, Simmenfluhtunnel) ist nur mit unwesentlich höheren Durchfahrtszeiten zu rechnen.

Warum werden nächtliche Sperrungen vorgenommen?

Autobahnsanierungen werden in der Schweiz grundsätzlich so organisiert, dass die Verkehrsteilnehmer möglichst wenig beeinträchtigt werden. Ziel ist, dass stets mindestens eine Spur pro Fahrtrichtung frei bleibt. Da die A8 jedoch über weite Strecken lediglich zweispurig angelegt ist, lassen sich Sperrungen aus bautechnischen Gründen nicht vermeiden. Auf dem Autobahnabschnitt Interlaken-Ost – Brienz werden die Sperrungen in die Nacht verlegt – dann ist das Verkehrsaufkommen am geringsten. Das entsprechende Verkehrsregime (tagsüber offen, nachts gesperrt) stellt sicher, dass über 90% aller Verkehrsteilnehmer auf gewohntem Weg und ohne grossen Zeitverlust reisen können. Nur ein kleiner Teil des Verkehrs auf diesem Abschnitt (weniger als 10%) spielt sich nachts während der vorgesehenen Sperrzeiten (20 Uhr bis 6 Uhr) ab.

Warum werden die Tunnels an der A8 ausgebaut?

Es handelt sich um keinen Ausbau. Die Tunnels werden auf den neusten bautechnischen Stand gebracht und entsprechen damit künftig den aktuellen Normen. Die Sicherheitsrichtlinien wurden nach verschiedenen schweren Brandereignissen in Autobahntunnels (Gotthard, Tauern, Mont-Blanc) verschärft. Sie sehen unter anderem vor, dass alle 300 bis 500 Meter Fluchtmöglichkeiten vorhanden sein müssen. Bei verschiedenen Tunnels wird ferner die Lüftung verstärkt.

Wieso wird für einzelne Unterhaltsarbeiten gleich das ganze Teilstück Interlaken-Ost – Brienz als Baustelle signalisiert?

Der Unterhalt von Autobahnen erfolgt in der Schweiz nach einer langfristig ausgerichteten Planung abschnittsweise. Basis dafür ist das Projekt «Unterhaltsplanung Nationalstrassen». Damit werden einzelne Bauarbeiten in längere Erhaltungsabschnitte von höchstens 15 km zusammengefasst. Das hat den grossen Vorteil, dass häufig wiederkehrende Verkehrseinschränkungen vermieden werden können. Gemäss den Vorgaben darf innerhalb der nächsten 30 km keine weitere Verkehrsbehinderung aufgrund einer grösseren Baustelle folgen. Die Unterhaltsplanung verfolgt das Ziel, in den folgenden 15 Jahren auf dem entsprechenden Abschnitt eine Fahrt ohne wesentliche Behinderungen durch Baustellen zu garantieren.

Warum dauern einfache Unterhaltsarbeiten so lange?

Bei den Bauarbeiten auf der A8 handelt sich nicht nur um einfache Arbeiten, sondern um eine Gesamtsanierung der Strasseninfrastruktur. Einige Bestandteile der Infrastruktur weisen sichtbare Schäden auf, andere müssen den aktuellen Normen angepasst werden. Die Autobahnstrecke Interlaken-Ost – Brienz verläuft in relativ steilem Gelände und weist deshalb zahlreiche Kunstbauten auf (Brücken, Lehnenkonstruktionen, Stützmauern), die saniert werden müssen. Mit hohem Aufwand ist aber auch die Erneuerung der Tunnelinfrastruktur verbunden; dies betrifft insbesondere die Lüftung des Giessbachtunnels.

Wird in der Schweiz mit Autobahnsanierungen Perfektionismus betrieben?

Autobahnsanierungen sind kein Luxus, sondern ein Gebot der Verkehrssicherheit. Die Anforderungen an die Qualität von Belag und Strassenkörper sind in der Schweiz sehr hoch, insbesondere wegen der grossen Temperaturschwankungen in unseren Breitengraden. Im Hochsommer kann sich ein Belag bis auf 70°C erhitzen, während im Winter Temperaturen von -20°C vorkommen. Diese Schwankungen erfordern entsprechendes Baumaterial. Es darf nicht zu hart, aber auch nicht zu weich sein. Aus Umfragen geht übrigens hervor, dass eine Mehrheit der Bevölkerung den Unterhalt der Nationalstrassen als angemessen betrachtet. Das gilt sowohl für den baulichen wie auch für den betrieblichen Unterhalt.

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